Geldanlage mit Anleihen

Anleihen eignen sich für viele Anlegertypen. Je nach Risikobereitschaft und gewünschter Laufzeit wählen Sie in Österreich aus einem breiten Angebot aus. Ein Vergleich lohnt sich!

Was sind Anleihen?

Anleihen sind Schuldverschreibungen. Die ausgebende Stelle (Emittent) – z. B. der Staat Österreich, eine Bank, ein Unternehmen (siehe z. B. SPAR Anleihen) – holt sich auf diesem Weg frisches Kapital. Die Käufer (Gläubiger) agieren dabei als Kreditgeber. Sie erwerben das Recht auf die Rückzahlung des festgelegten Betrages (Nennwert, Nominale) und das Recht auf eine jährliche Verzinsung. Diese kann fix (festgelegt) oder variabel (anpassbar) sein. Andere Bezeichnungen für Anleihen: Renten, Bonds.

Die Emittenten stellen über die Ausgabe von Anleihen das notwendige Geld für große Investitionsvorhaben auf. Folgende Arten unterscheiden wir in Österreich:

  • Staatsanleihen, Bundesschatzscheine (Government Bonds): Der Staat Österreich gibt Staats- oder Bundesanleihen aus. Bundesschatzscheine sind festverzinsliche Schuldverschreibungen der Republik Östereich.
  • Anleihen von Banken: Hypotheken (Pfandrechte an Immobilien) sichern in der Regel Pfandbriefe und Wohnbau-Anleihen ab. Kassen- und Kommunalobligationen (Kommunalbriefe) sind festverzinslichen Schuldverschreibungen. Für sie haften zusätzlich Gebietskörperschaften wie Bundesländer oder Gemeinden.
  • Unternehmensanleihen, Industrieanleihen (Corporate Bonds): Hier fungieren große Konzerne als Emittenten. In der Regel bieten diese eine höhere Verzinsung als Staatsanleihen, sind aber als risikoreicher einzustufen.

Anleihen verfügen über eine festgelegte Laufzeit. Diese umfasst die Zeitspanne von der Ausgabe (Emission) bis zur Rückzahlung bzw. Fälligkeit (Tilgung). Die Laufzeit kann kurz-, mittel- oder langfristig sein: von z. B. 3 über 5 Jahre bis hin zu mehr als 10 Jahren reichen. Während der Laufzeit profitieren Inhaber von Anleihen von jährlichen Zinszahlungen. Ein Vergleich lohnt sich!

Geldanlage Aktien: Risiko und Erträge

Anleihen gelten als relative sichere Form der Geldanlage. Sie bieten aber nur begrenzte Ertragschancen. Die Erträge sind stark abhängig von der jeweiligen Zinsentwicklung. Die Inhaber von Anleihen haben – im Gegensatz zu Aktionären – keine speziellen Rechte. Trotzdem stellen die jährlichen Zinszahlungen eine laufende Einnahmequelle dar. Ein Vergleich lohnt sich!

Wichtig ist, die Zahlungsfähigkeit (Bonität) der Emittenten zu prüfen. Staaten, Banken oder Unternehmen mit schlechter Zahlungsfähigkeit bzw. einem schlechten Rating bieten meist höhere Zinszahlungen. Sie sind insofern risikoreicher, als Sie eher mit Zahlungsausfällen (Zinsen, Rückzahlung bzw. Tilgung) rechnen müssen.

Der Geldanlage-Tipp

Die Geldanlage in Anleihen will gut überlegt sein und erfordert einiges an Fachwissen. Fest verzinsliche Anleihen bestechen beispielsweise durch ihre Planbarkeit. Im Vergleich zu Aktien sind sie geringeren Kursschwankungen ausgesetzt.

Das bedeutet auf der anderen Seite, dass die Ertragschancen begrenzt sind. Ein Bonitätsrisiko, das Risiko, dass der Emittent zahlungsunfähig wird, bleibt bestehen. Anders als bei Aktien entscheiden Inhaber von Anleihen nichts mit, z. B. bei Unternehmensanleihen.

Ein Tipp: Anleihefonds setzen sich aus einer Vielzahl an verschiedenen Anleihen zusammen. Ein Fonds hat ein geringeres Risiko als eine Investition in einzelne Bonds. Ein Vergleich lohnt sich!